Donnerstag, 6. August 2015

Tanzen auf der NaturBühne




















Für alle, die die Lust verspüren, die Natur als Freiluftbühne kennenzulernen
Kursinhalt:
  • "Bühnenbilder" und Kulissen in der Natur entdecken
  • Verschmelzen von Körper und Umgebung durch Standbilder 
  • Kontraste setzen zwischen Körper und Umgebung
  • freie und strukturierte Improvisationen alleine und in der Gruppe 
  • Körperarbeit zur Verfeinerung der Wahrnehmung
  • Meditation
Wir haben die Gelegenheit über dem Feuer zu kochen oder auf dem Herd. Die Mahlzeiten werden gemeinsam zubereitet. 

Performance-Lab: Tanz am Turm (Lago Maggiore, Italien) 4.5.-8.5.2016
Mit Anica Wolffrom und Katja Gluding 
Übernachtung am Turm.
Für alle, die tiefer eintauchen möchten in künstlerische Prozesse und Performance. 
Auf Wunsch sende ich unseren aktuellen Flyer mit detaillierter Kursbeschreibung zu.

Kurs im Ewerk Freiburg
Tanzimprovisation "The Art of Not Knowing"
Der Kurs für mutige Frauen und Männer.
Come and see what you get!

Der Kurs pausiert im Moment!

Kursinhalt:
  • Präsenz: Das Hier und Jetzt
  • Entscheidungen treffen
  • Bewegungsmaterial finden und entwickeln
  • Verfeinerung der Körperwahrnehmung
  • Thema Raum und Zeit
  • Verbindung zur Gruppe 
  • Transformation und Shifts
  • Bühnensituationen kreieren

mehr unter: bewegungs-art.de (siehe Kursbeschreibung Tanztheater Open Space)

Samstag, 31. Januar 2015

8.2.2015, 17 Uhr, Ewerk Freiburg

Finissage der Ausstellung TRONCO von Herta Seibt de Zinser und Herbert Maier
mit einer lebensbejaenden TanzPerformance. Es tanzen Anica Wolffrom, Jasmin Wetzel, Estelle Baur, Claudia Kraus, Rica Matthes und Alex Pulinna. Musik: Olaf Tzschoppe

Donnerstag, 6. August 2009

Biografie ANICA





Anica Wolffrom * 9.3. 1981
Tänzerin und Mutter zweier Söhne. Ich lebe im Ibental bei Freiburg. Meine Zeit verbringe ich mit Improvisation als Bühnen- und Lebenskunst. Ich lerne von meinen Kindern und von der Arbeit mit Pferden. Schwerpunkt meiner tänzerischen Arbeit ist das Tanzen in und mit der Natur sowie Performances auf Frischluftbühnen.

Studium der Sozialpädagogik und Kunsttherapie an der KFH in Freiburg (2001-2006)
Tanzausbildung

am Dance Vision Institute in San Francisco (2003-2004)
Vollzeitausbildung an der Schule TIP - Tanz, Improvisation und Performance in Freiburg (2007-2008)
Tänzerin im Performanceprojekt BACK unter der choreographischen Leitung von Yael Flexer (UK) (2008)
seit Nov. 2008 freischaffend in Unterricht und Performance

Fortbildungen und Workshops:
Sommerfortbildung Neuer Tanz bei Lilo Stahl & Bernd Ka (2002)
Body-Alignment Fortbildung bei Renate Müller-Procyk (2004/2005)
Neuer Tanz und Kontaktimprovisation bei Scott Wells, Kathleen Hermesdorf, Sara Shelton Man, NancyStarkSmith (2006), Kirstie S. & Christian Burns (2006), Martin Keogh (2007), K.J. Holmes (2009), Keith Hennessy (2009), Pipaluk Supernova (2009), Oleg Soulimenko (2012), Gretchen Spiro (2015)
und andere

Liquid Flow in Auroville / Indien (2006/2008)

Eigene Unterrichtstätigkeit
Improvisation
Tanz am Turm (seit 2014)
Tanzen auf der NaturBühne

Performances (Auswahl):
Solo „nell 2“ (2007), Solo "fragila" (2008)
Duo „Käse oder Schinken“ (2007)
Abschlussstücke der Ausbildung bei bewegungs-art: „Enter“ und „Kabelbrand“ (2008)
"Maruschka und das Salz" - Videoarbeit zum Thema Geld in Kooperation mit D. Loscher (2008)
Performanceprojekt „Back“ - choreographische Leitung: Yael Flexer (London)
"Kaffeeklatsch" (Auroville, 2009)
"North Water" - Hafenperformance in Stolzenhagen; choreographische Leitung: Pipaluk (Kopenhagen) (2009)
"Anwesend-Abwesend" - Industriepark Nord (Freiburg) (2009)
Kurzstück "Das Erbstück" Duo mit BinahMO (2009)

"Alter schützt vor Tanzen nicht" (2011) - Tänzerischer Dialog zweier Generationen
Performance in Zusammenarbeit mit der Compagnie Hupée und der Kunstgalerie Ars Alta in St. Märgen (2012)
Solo "Something about some things" (2012)
URSULA (2012) Zwei Generationen teilen sich die Bühne und tanzen für Ursula
TRONCO (2015) Ewerk Freiburg; zur Vernissage der Bildhauerin Herta Seibt de Zinser
Intime Artiste (2015) in Ribeaugoutte, Elsaß

Choreographie:
„Lepidoptera“ - abendfüllendes Stück, Premiere im Kunstverein Freiburg (März 2008)
URSULA (2012) in Zusammenarbeit mit Rica Matthes
TRONCO (2015) in Zusammenarbeit mit Jasmin Wetzel

Dienstag, 4. März 2008

Schnelle Fluchten

Ambitioniert: Die Tanzperformance “Lepidoptera” im Freiburger Kunstverein

So viele junge Leute sieht man im Kunstverein Freiburg selten: Auf Klappstühlen, Bänken und Matten sitzen sie entlang der schwarzen Wände. Wer noch Platz braucht, steigt vorsichtig über das Sammelsurium aus Kabeln, Laptops, Verstärkern, Bodenscheinwerfern und unterschiedlichen Instrumenten. Ein ambitioniertes Projekt hat die Tänzerin Anica Wolffrom initiiert: Unter dem Namen Lepidoptera (deutsch: Schmetterling) erarbeiteten vier Studenten der Medienkunst von der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe eine Performance mit sieben Tänzerinnen und Tänzern der Ausbildungsklassen von bewegungs-art, der Freibuger Schule für Tanz und Improvisation. Thema: Die Erfahrung von Verlust und ihr körperlicher Ausdruck (Konzept: Anica Wolffrom, Amos Unger).

Mit verzerrtem Gewisper und Geflüster fängt es an: Während noch blaue Lichter über den Boden irrlichtern, schälen sich dickvermummte Schemen aus der Dunkelheit: “Ich will nach Hause!” drängt eine kleine dringliche Stimme aus der sich steigernden Kakophonie der Stimmen. Nach und nach werden Mützen, Schals und Mäntel weggeworfen und die Körper zucken schutzlos auf dem Boden.

(...)
Die vier Musiker der Gruppe “Autonome Klanggeneration” bieten eine dichte, inspirierende Kulisse: Brüchig und aufgeraut experimentieren sie mit Elementen aus Elektro-Sound, Free Jazz, Rock und Blues, lassen die Trompete wie einen liebeskranken Elefanten schmachten, den Syntesizer blubbern, die E-Gitarre grooven, weben hauchdünne Klangteppiche, die plötzlich zerreißen, ins Chaos explodieren oder sich unvermittelt zur Melodie ordnen. Immer wieder überraschend kreieren sie einen facettenreichen Film, auf dessen Tonspur die Tänzer sich bewegen.

Schnelle Fluchten, Verstörung, Erschütterung und Einsamkeit lassen sich an den kraftvoll agierenden Körpern ablesen. Zart nähert man sich an, rüde lässt man sich wieder fallen, mit Lust erprobt man neue Schritte. Mal hingeworfen wie Puppen mit kaputten Gliedern, mal in akrobatischer Zwanghaftigkeit, in stereotype Bewegungsmuster gefangen. Auch direkt mischen sich die Musiker in das Bühnengeschehen ein: Improvisieren zu den Bewegungen der Tänzer, nehmen Impulse auf und setzen neue. Sehr schöne Bilder gibt es da und sogar einen Geschmack von Leichtigkeit und Ironie. Ein spannendes Experiment in dafür perfekt geeigneten Räumlichkeiten.

Marion Klötzer, Badische Zeitung 4.März 2008